Sunkid - Innovative Logistiklösungen im Zillertal

Zum heurigen Winter konnte die Tiroler Firma Sunkid gemeinsam mit den Mayrhofner Bergbahnen und den Zillertaler Gletscherbahnen zwei innovative Wintersportler-Rückbringersystem im Skigebiet Zillertal 3000 verwirklichen - den Horberg Shuttle und den Mini-Lift.

1. Mayrhofner Bergbahnen - Horberg Shuttle:

 

Mit dem Horberg Shuttle werden Skifahrer und Fußgänger mittels Zauberteppich-Förderbänder vom Horbergtal zur Bergstation der Horbergbahn transportiert. Mit dieser neuen, sehr bequemen Verbindung wird ein Höhenunterschied von ca. 60m überbrückt.

 

Gesamtübersicht über die Anlage

An Spitzentagen quälten  sich bis zu 750 Wintersportler nach einem herrlichen Skitag die 60 Höhenmeter hinauf zur Horbergbahn um ins Tal retour zu gelangen. Natürlich erkannten dieses Manko auch die Mayrhofner Bergbahnen und suchten schon seit einiger Zeit nach einer komfortablen Anbindung. Nach intensiver Studie verschiedener technischer Lösungsmöglichkeiten  entschieden sich die Bergbahnen unter Betriebsleiter Rauch Andreas für Förderbänder um diesen Höhenunterschied zu überbrücken.

 

Ein Sunkid Zauberteppich mit 54m Länge und ein zweiter mit 60m Länge bringen nun bequem alle Wintersportler hinauf zur Bergstation. An Spitzentagen werden bis zu 4.700 Personen befördert. Fast 90 % davon benützen die Anlagen am späten Nachmittag von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr! Die Überwachung der beiden Anlagen erfolgt durch einen Liftbediensteten, der sich zwischen beiden Teilstücken aufhält und bestens in beide Anlagen einsieht.

 

Für nächstes Jahr planen die Mayrhofner Bergbahnen ein drittes Sunkid Zauberteppich Förderband um das letzte fehlende Teilstück von ca. 50m zu erschliessen. Weiters angedacht ist die Erweiterung aller Anlagen auf einen Zwei-Richtungen-Betrieb. Somit können Fussgänger und Anfänger in der Früh talwärts befördert werden und tagsüber bergwärts.

 

Folgende Argumente sprechen für Sunkid Zauberteppich Förderbänder als Logistiklösungen:

  •  Es kann jede Form von Benützern transportiert werden (Skifahrer und Snowboarder mit und ohne angeschnallten Skiern, Fussgänger, Kinder jeder Altersstufe, Kinderwagen, Rodel, etc?.)
  • Sehr hohe Förderkapazität pro Stunde
  • Vergleichsweise sehr geringe Investitionskosten
  • Keine baulichen Arbeiten (keine Fundamente, Stützen, etc.)
  • Flexibilität: jederzeit Längen- und Ortswechsel möglich
  • Höchste Sicherheit und maximaler Komfort

 

SUNKID Zauberteppich - technische Daten
Generation 9, Länge 1x54m und 1x60m, Gliederkettenversion

  • Gurtbreite 60 cm    
  • Antrieb: 7,5 KW - 3 x 400 V    
  • Geschwindigkeit 0,1-0,6 m/sec    
  • stufenlos einstellbar    
  • Steigung bis zu 22 %    
  • modulare Bauweise (3 m Einheiten)    
  • Steck- und tragbare E-Box    
  • 24 V Sicherheitsstromkreis    
  • neues Fehlerdiagnosesystem    
  • Hochwertiger Frequenzumrichter    
  • Lauffläche aus rostfreiem Stahl    
  • Stehfüße für Höhenanpassung    
  • Stabile Stahlkonstruktion, feuerverzinkt    
  • Anhebeeinrichtung für Antriebseinheit für einfache Wartung und Service    
  • Aufklappbare 30 cm Gangways mit Schneevlies    
  • einstellbare Einstiegs- und Ausstiegsplattformen, die gleichzeitig einfachen Zugang zur Schneereinigung geben

 

 2. Zillertaler Gletscherbahnen - Mini-Lift:

 

Seit dem Winter 2001/2002 schafft die revolutionäre Pendelbahn "150er Tux" die Anbindung des Skigebiets Penken/Mayrhofen zum Rastkogel/Tux. Retour nach Mayrhofen gelangen die Wintersportler über eine schöne aber relative lange rote Abfahrt. Um den müden Skifreaks und den weniger Geübten einen einfacheren und komfortableren Rückweg nach Mayrhofen zu ermöglichen wird die Pendelbahn auch als Rückbringer genutzt. Bis dato musste dazu allerdings ein Höhenunterschied von 25m mit ca. 150m Länge überwunden werden. Seit heuer kann diese Strecke ganz einfach und bequem mit dem Mini-Lift, einem Bruckschlögl SwissCord Seillift, bewältigt werden.

 

Auf dieser Seehöhe von 2.450m und dem sehr windausgesetzten Gelände bedarf es einem sehr speziellen Liftsystem um den Aufwand für Unterhalt und Betrieb so gering wie möglich zu halten. Diese Anforderungen erfüllt das Swiss Cord Liftsystem bestens durch

  • die vertikale Seilführung und    
  • die motorische Höhenverstellbarkeit um bis zu 2,6m.

 

Das erlaubt eine optimale Anpassung an die jeweiligen Schneehöhen sowie eine einfache Spurpräparierung durch Pistengeräte.

 

Besondere Bedeutung kommt bei der Swisscord Schleppliftanlage der Sicherheitseinrichtung bei der Ausstiegsstelle zu. Hier hat Bruckschlögl eine überzeugende Lösung gefunden. Am vorderen Ende eines Faltenbalges ist eine Blende montiert, durch die das Seil in die Station einläuft. Die Blende ist über ein Hebelsystem in Form eines Bogens oberhalb des Faltenbalges mit der Station verbunden. Wird die Blende durch einen Gegenstand am Seil Richtung Station verschoben, so wird bereits bei einem Schaltweg von 55mm ein Metallplättchen aus einem elektrischen Schalter herausgezogen, dadurch wird der Sicherheits-stromkreis unterbrochen und der Antrieb abgeschaltet. Die Länge des Faltenbalges ist auf den Anhalteweg der Anlage bemessen.

 

Der Betrieb der Anlage erfolgt über eine indirekte Beaufsichtigung durch eine Videoanlage mit Gegensprecheinrichtung, was Personalkosten spart und für eine rasche Amortisation der Anlage sorgt.  Eine weitere Besonderheit des Bruckschlögl Swisscord Seilliftes stellen die Gummihaltegriffe am Seil dar, die alle 9m montiert sind, und den Passagieren eine einfache Haltemöglichkeiten bieten.

2005-03-14

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