Sunkid-Snowtubing-Anlagen: Erfahrungsberichte aus Österreich

Mountain Manager 03/03

Dass Snowtubing ein supertolles und sehr trendiges Freizeitvergnügen für jung und alt ist, weiß mittlerweile jeder in der Branche. Das lustige Schlauchrutschen erfreut sich nun schon seit Jahren enormer Beliebtheit. Welches Knowhow es braucht, die Snowtubing- Anlagen auch professionell zu betreiben, hat letzten Winter Serfaus/Tirol und Faistenau/Salzburg erfahren, wo Sunkid neue Tubing-Anlagen errichtet hat.

 

Mit einem Sunkid Förderband gelangen die Tuber gemütlich nach oben an den Start.

 

Snowtubing ist ein Freizeitvergnügen für jung und alt. Gleichzeitig stellt es eine Alternative zum Skifahren bzw. eine Attraktion im Schnee für Nicht-Wintersportler dar. Stefan Mangott von der Komperdellbahn Serfaus sieht in der Entwicklung des Snowtubings noch großes Potential. Im nächsten Jahr will man die Anfangserfahrungen nutzen und den Tubing-Betrieb erweitern. Investiert wurde in das Projekt gemeinsam von der Bergbahngesellschaft, der Skischule und dem Tourismusverband. Erasmus Brandstätter betreibt seine Snowtubinganlage schon den zweiten Winter im idyllischen Faistenau nahe der Stadt Salzburg. Er sieht einen weiteren Vorteil beim Tuben: "Man kann dieses Freizeitvergnügen auch nur für ein paar Stunden untertags oder auch am Abend betreiben - was in Stadtnähe besonders von Vorteil ist."

 

Infrastruktur im Tubinggelände in Serfaus

 

In Serfaus hatte man in diesem Winter 4 Snowtubing-Bahnen errichtet: eine kürzere für Eltern mit kleinen Kindern, eine mittlere und 2 lange Tubing-Bahnen mit ca 150 Metern. Am Beginn der Strecke wurde eine leichte Wellenbahn präpariert und im Auslauf der Bahn mussten die Betreiber eine Steilkurve für das Abbremsen der Tubes errichten. Ein ganz wesentlicher Punkt für die Gestaltung und Präparierung der Tubinganlage stellen die wechselnden Umweltbedingungen (Temperaturen, Sonneneinstrahlung, Schneebeschaffenheit) dar. Die Berücksichtigung dieser Faktoren stellt ein absolutes Muß in Punkto Sicherheit dar. Ein Sunkid-Förderband mit 132 m Länge erschließt das Tubinggelände in Serfaus und bietet auch für Rodler, Langläufer etc. die Möglichkeit zum Transport nach oben. Aus diesem Grund hat man sich in dem Fall nicht für einen Tubinglift entschieden - das Förderband bietet allen Zielgruppen eine unkomplizierte Beförderung. Platziert hat man die Anlage unmittelbar beim Kinderland nahe dem Panoramarestaurant. Für das Tubing-Vergnügen wurden 46 Schlauchreifen für Erwachsene und 20 für Kinder angeschafft. 300 m Absperrnetze sorgen für eine sichere Umzäunung des Geländes und auch die Schneesicherheit ist durch 2 Schneekanonen garantiert.

 

Infrastruktur im Tubinggelände in Faistenau

 

Am Snowtubinggelände in Faistenau direkt im Ortszentrum gibt es einen Sunkid Tubinglift mit 135 m Länge und 5 präparierte Bahnen in einer Länge bis zu 170 m - 2 davon starten von einem erhöhten Hügel. In Faistenau hat man ausreichend flaches Gelände für einen sicheren Auslauf der insgesamt 60 Tubes. Die Anlage bietet auch Schneesicherheit (Schneekanonen) und einen gemütlichen Gastronomiebetrieb mit Sonnenterrasse. Dieses neue Wintervergnügen erfreut sich mittlerweile in der ganzen Region großer Beliebtheit.

 

Aufwand für Sicherheit und Personal

 

Mit einer Umzäunung wurde das Tubinggelände in Serfaus vom Skigebiet getrennt. Das Aufsichtspersonal hat man speziell geschult in Hinsicht auf den Betrieb des Sunkid Förderbandes und das Verhalten beim Tuben selbst (Starten, Zielbereich etc.). Im Kassenbereich finden sich Tafeln mit den Sicherheitsvorschriften - zum Durchlesen wird man beim Ticketkauf aufgefordert. Viele Personen kommen mit Skischuhen zum Tuben, was in den USA beispielsweise streng verboten ist. In Serfaus hat man sich bereits im Vorfeld über dieses Problem Gedanken gemacht und 50 Paar Schneestiefel gekauft. Diese findet man im Kassenbereich auf Schuhtrocknern zur freien Entnahme für die Zeit des Tubingbetriebes. Die Tuber dürfen sich in Serfaus nicht zusammenhängen und das Gelände ist nicht allzu steil präpariert. Ebenso wurden Helme zum Ausleihen für Kinder angeboten. Zum Starten standen immer 1 bis 2 Personen zur Verfügung. Diese beaufsichtigen auch den Ausstiegsbereich. "Aus Sicherheitsgründen ist es besonders wichtig, dass die Tuber stehend mit ihren Reifen bergwärts fahren", berichtet Stefan Mangott. Insgesamt hatte man für die Snowtubing-Bahnen und die Kinder-SkiDoo-Strecke zusammen mit 3 Personen als Betreuungspersonal gerechnet. Die Praxis hat dann gezeigt, dass doch insgesamt 5 Personen nötig waren, um diese Fun-Bereiche ordentlich zu beaufsichtigen.

 

Schöner Erfolg in der ersten Saison

 

Serfaus ist seit jeher als Familienskigebiet bekannt und diese Zielgruppe wird mit dem Snowtubing auch angesprochen. Die Eltern sind davon genauso begeistert wie die Kinder. Im letzten Winter sind auf der Tubingbahn 56.000 Fahrten gemacht worden, verkauft wurden insgesamt 50.000 Punkte - davon ca. 60 % (= 35.000) für das Snowtubing. In Serfaus kostet 1 Punkt (1 Fahrt) 3 Euro. Alle Skischulkinder erhielten ebenfalls 2 Gratisfahrten. Pro Tag konnte ein Maximum von ca. 1.600 Fahrten erreicht werden. Der Betrieb von Anfang Dezember bis 22. April brachte für das erste Jahr einen schönen Erfolg. Für nächsten Winter erhofft man sich aber noch Steigerungen.

 

Leichte Probleme mit dem Schneemangel (und Temperaturen) hatte man im SalzburgerLand in der Weihnachtszeit. Vor allem an den Wochenenden im Februar und März konnte dies mit einer überdurchschnittlich guten Auslastung aber wieder wettgemacht werden. In der Faistenau waren die 60 Tubes in dieser Zeit oft total ausgebucht und am Snowtubinggelände herrschte eine großartige Stimmung bis in die Abendstunden hinein (Freitag und Samstag mit Flutlicht bis 21.00 Uhr).

 

Resümee zum Projekt Snowtubing

 

"Das Geheimnis des Erfolges ist auf der kontinuierlichen Entwicklung begründet. Die Präparierung der Bahnen wollen wir noch weiter verbessern. Sehr bedeutend ist sicherlich auch die gute Betreuung des Geländes und der Tubing-Gäste, sowie ein rundherum ansprechendes Ambiente. Dass die Aufstiegshilfe bequem und unkompliziert funktioniert, ist wahrscheinlich Grundvoraussetzung", beschreibt Mangott seine Erfahrungen. "Die Erstellung des Konzeptes für die Tubingbahn und auch die Betreuung im nachhinein durch die Fa. Sunkid hat perfekt funktioniert. Das Snowtubing Funsportgelände in Faistenau ist zwar keine große Anlage, aber sie entspricht dem Gedanken "Winter im Dorf" (siehe Interview Max Bruckschlögl), nachdem man mit kleinem Aufwand oft große Wirkung erzielen kann. Erasmus Brandstätter war von Anfang an von der Idee überzeugt und zeigte sich auch sehr zufrieden mit der Beratung und der technischen Anlage der Firma Sunkid."

 

Zukunftspläne für das Trendsportvergnügen

 

Für die nächste Saison plant Serfaus, ein Snowtubing-Shape-Gerät zu kaufen, welches große Arbeitsersparnis verspricht. Der Tube-Designer erleichtert vor allem die Konstruktion der Steilkurven. Weiters ist eine Erweiterung um eine Strecke mit mehreren Steilkurven geplant. Für die Gastronomie soll eine Holzblockhütte mit Dachterrasse zum Tubing-Schauen errichtet werden. Zusätzlich wird es einen Holzsteg direkt über dem Gelände für Action-Schaulustige und Foto-Schnappschüsse geben. Auch in Faistenau plant man einen Ausbau der Gastronomie am Tubinggelände. Die Bahnen für das Rutschvergnügen verlangen stetige Weiterentwicklung und kreative Gestaltung. "Wir wollen unseren Besuchern natürlich wieder etwas Neues bieten und speziell für die Kinder wird es ein zusätzliches Unterhaltungsprogramm im Schnee geben", verrät Erasmus Brandstätter über seine Pläne für den nächsten Winter.

2003-05-01

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